Schritte für Mehr Bio – "Solidarische Landwirtschaft & Market Gardening"

Solidarische Landwirtschaft und Market Gardening im Porträt
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Regionaler geht nicht! In Zeiten immer länger werdender Lieferketten wünschen sich viele Verbraucher, mehr über die Herkunft ihrer Lebensmittel zu erfahren. Die Konzepte Solidarische Landwirtschaft (abgekürzt: SoLaWi) und Market Gardening sind zwei Möglichkeiten, die eine enorm hohe Transparenz an den Tag legen und die Distanz zwischen den Orten des Anbaus und des Verbrauchs verringern wollen.

Wie ist es möglich, angesichts des globalen Tremendous-Marktes naturbelassene, frische Lebensmittel zu bekommen, ohne sie selbst anbauen zu müssen? Mit dieser Fragestellung haben sich immer mehr Verbraucher, aber auch Erzeuger auseinandergesetzt. Beim Konzept der SoLaWi bezieht ein fester Verbraucher-Kreis ganzjährig das Gemüse von diesem Betrieb. Die Mitglieder sind in der Regel sehr nah an der Produktion, von der Abstimmung über die anzubauenden Pflanzen bis hin zu Ernteeinsätzen. Hierdurch können auch spezielle Gemüsesorten angebaut werden, die es im Handel nicht gibt.

Das Ziel des Market Gardenings ist es, auf kleiner Fläche möglichst effizient, sprich möglichst viel Gemüse anzubauen. Der Begriff wurde von Jean-Martin Fortier und Eliot Coleman geprägt. Bereits im 18. Jahrhundert wurde in Frankreich auf diese Artwork für Städte wie Paris feinstes Gemüse angebaut. In Deutschland gibt es hier aktuell einen deutlichen Pattern, der sich in zahlreichen Buchveröffentlichungen, Movies und praktischen Beispielen äußert.

Market Gardening setzt auf leichte und günstige, aber dennoch effektive Handtechnik. Durch diese Kombination kann bereits auf 500 bis 2000 Quadratmetern eine Existenz finanziert werden, was einen leichten Einstieg in professionelles Gärtnern ermöglicht. Es entsteht auf relativ kleiner Fläche eine Großzahl verschiedener Obst- und Gemüsesorten.

Ein Vorteil beider Strukturen ist, dass der lästige Plastikverpackungsmüll durch die Abholung des Gemüses in Kisten komplett entfällt.

Ein Leuchtturm-Beispiel ist der Gemüsegarten Hoxhohl von Vivian Glover im Modautal. Auf einer Fläche von 2200 Quadratmetern pflanzt sie 60 Gemüsekulturen für eine Solidarische Landwirtschaft mit etwa 90 Haushalten aus der Area an. Wie das funktioniert, erklärt sie im Video Solidarische Landwirtschaft & Market Gardening, das wir vom Projektteam in Hoxhohl gedreht haben.

Die Ökolandbau Modellregion Süd ist ein regelrechter Hotspot für diese speziellen kundennahen Kleinstrukturen. Eine Übersicht über alle SoLaWi’s und Market Gardening-Projekte in der Ökolandbau Modellregion Süd kann man auf der Homepage des Projekts finden:

Alle SoLaWi und Market Gardening Projekte der ÖMR SÜD:

Darmstadt Dieburg
Gemüsegarten Hoxhohl:
SoLaWi Groß-Umstadt:
Lindenhof Ober-Ramstadt:
Schöllkopfhof, Groß-Umstadt:

Groß-Gerau
Bio-SoLaWi Auf dem Acker, Rüsselsheim:
Vier Hennen, Mörfelden-Walldorf:

Darmstadt

Odenwald

Mehr Infos über Solidarische Landwirtschaft oder Market Gardening:

Mehr über das Projekt Ökolandbau-Modellregion SÜD:

Musik: In Zusammenarbeit mit www.knightsofceasar.com
Movie, Schnitt, Produktion: www.calada-films.de

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